Rechte gegenüber anderen Propheten und Gesandten

Im Islam wird der Glaube eines Muslims nicht als vollständig betrachtet, bevor er nicht seinen vollen Glauben an die Wahrhaftigkeit aller früheren Propheten und Gesandten Allahs I erklärt. Ein Muslim muss glauben, dass alle vorherigen Propheten und Gesandten zu bestimmten Völkergruppen und zu bestimmten Zeitabschnitten der Geschichte entsendet wurden.

Der Auftrag und die Botschaften dieser Propheten waren anders als die des Islam. Die Botschaft des Islam und der Prophet Muhammad sind allumfassend, für alle Zeiten und bestehen bis zum Tag des Gerichts. Dies ist begründet durch den Qur´an al-Karim Sura Al-Baqara (Die Kuh) 2:285, die der Bedeutung nach folgendermaßen übersetzt werden kann:

{Der Gesandte glaubt an das, was ihm von seinem Herrn herabgesandt worden ist, ebenso die Gläubigen; sie alle glauben an Allah und an Seine Engel und an Seine Bücher und an Seine Gesandten. Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten. Und sie sagen: “Wir hören und gehorchen. Gewähre uns Deine Vergebung, unser Herr, und zu Dir ist die Heimkehr.”]
Qur´an al-Karim Sura Al-Baqara (Die Kuh) 2:285

Wie schon zuvor betont, müssen Muslime andere zu der Botschaft des Islam als eine Lebensweise und als Teil einer Verpflichtung einladen. Muslime sind lediglich verpflichtet, andere über die Botschaft des Islam aufzuklären, und nicht dazu, andere zu zwingen oder zu nötigen, ihn anzunehmen. Dies hat seine Grundlage im Qur´an al-Karim Sura Al-Kahf (Die Höhle) 18:29, die der Bedeutung nach folgendermaßen übersetzt werden kann:

{Und sprich: “Es ist die Wahrheit von eurem Herrn.” Darum lass den gläubig sein, der will, und den ungläubig sein, der will.]